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Deutschland und Afghanistan feiern 100jährige Freundschaft

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Deutsch-afghanischer Freundschaftsvertrag vom 03.03.1926
Freundschaftsvertrag 1926© Auswärtiges-amt

Deutschland und Afghanistan blickten im Jahr 2015 auf 100 gemeinsame Jahre zurück: Das Eintreffen der ersten deutschen Gesandtschaft in Kabul, das sich 1915 vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs abspielte, führte zur Aufnahme von bilateralen Beziehungen. Seitdem hat sich das Verhältnis zu einer von gegenseitiger Achtung und gemeinsamer Verantwortung für Frieden, Demokratie und Menschenrechte getragenen Freundschaft weiter entwickelt. Den Beginn dieser Verbindung feiern Deutschland und das Land am Hindukusch mit einer Reihe von Veranstaltungen.

Der Beginn einer Freundschaft

Am Anfang stand eine abenteuerliche Reise im Auftrag des deutschen Kaisers: Die kleine Gruppe deutscher Diplomaten und Offiziere tarnte sich als Wanderzirkus und durchquerten auf dem Weg nach Afghanistan den Balkan, drang mit Bahn, Schiff und zu Pferd bis nach Bagdad vor, durchschritt die Salzwüste Kewir und gelangte schließlich über die afghanische Grenze. Am 26. September 1915 traf die Gesandtschaft in Kabul ein. Was nach einem zeittypischen Romanstoff klingt, war ein kriegerisches Unterfangen: Die Expeditionsgruppe hatte den Auftrag, Afghanistans Herrscher, Emir Habibullah, zu einem Kriegseintritt auf Seiten der Mittelmächte zu bewegen. Dies gelang nicht, im Frühjahr 1916 zog sie unverrichteter Dinge aus Kabul ab. Was von ihrer Reise bleibt, sind die mittlerweile ein Jahrhundert währenden Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland.

100 Jahre gemeinsame Geschichte

Es folgten die volle diplomatische Anerkennung 1919, die Eröffnung der Deutschen Gesandtschaft in Kabul 1923, ein erster Staatsbesuch König Amanullahs in der Zeit der Weimarer Republik, Freundschafts- und Kooperationsverträge und eine zunehmend enge Zusammenarbeit in Kultur, Wirtschaft, Entwicklung und Bildung. Heute ist Deutschland einer der wichtigsten Partner Afghanistans und drittgrößter Geber für den zivilen Wiederaufbau. In Afghanistan wird diese Freundschaft hoch geschätzt, viele Afghanen haben eine besondere Beziehung zu Deutschland. Deutschland ist und bleibt in Afghanistan engagiert.

Weitere Informationen

Der Besuch war auch Anlass zur Freude: Gemeinsam mit Gästen aus beiden Ländern wurde im Garten des Präsidentenpalasts das 100. Jubiläum der deutsch-afghanischen Beziehungen begangen. Die Rede von Außenminister Steinmeier hierzu finden Sie

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