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Auswärtiges Amt zur Ankündigung einer befristeten Waffenruhe durch den afghanischen Präsidenten Ghani

08.06.2018 - Pressemitteilung

Die deutsche Botschaft Kabul ist seit dem 15. August 2021 geschlossen.

Deutsche Staatsangehörige, die sich nach Ende der militärischen Evakuierung weiterhin in Afghanistan aufhalten und ausreisen möchten, werden dringend gebeten, sich unter http://afg.diplo.de zu registrieren. Dies gilt auch für deutsche Staatsangehörige, die sich bereits auf unserer Krisenvorsorgeliste ELEFAND registriert hatten. So können wir gezielt mit denjenigen von Ihnen kommunizieren, die sich noch in Afghanistan befinden und eine Ausreise anstreben.

Bitte achten Sie darauf, korrekte und vollständige Angaben zu machen!

Das Auswärtige Amt hat für deutsche Staatsangehörige außerdem eine Notfallhotline eingerichtet (030-18 17 1000) – in jedem Fall muss aber die Registrierung auf dem Portal http://afg.diplo.de erfolgen.

Achtung: Über soziale Medien erfolgen vermehrt unseriöse Kontaktaufnahmen, und es werden Falschinformationen verbreitet. Bitte reagieren Sie nur auf individuelle Kontaktaufnahmen durch uns auf den oben genannten Kommunikationswegen.

Informationen für ehemalige Ortskräfte und weitere, besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen finden Sie hier.

Anlässlich der Ankündigung einer befristeten Waffenruhe zum Ende des Ramadans durch den afghanischen Präsidenten Ghani sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes heute (07.06.):

Deutschland begrüßt die Ankündigung einer Waffenruhe durch den afghanischen Präsidenten Ghani. Nach seinem Gesprächsangebot an die Taliban ist dies nun ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Frieden. Diesen Weg hin zu einer politischen Versöhnung begrüßen und unterstützen wir ausdrücklich. Gleichzeitig rufen wir die Taliban auf, dem Beispiel Ghanis zu folgen und die Waffen ebenfalls ruhen zu lassen. Familien an vielen Orten Afghanistans sehnen sich danach, das Ende der Fastenzeit und die Festtage ohne Angst verleben zu können.

Die internationale Gemeinschaft setzt sich geschlossen dafür ein, dass ein innerafghanischer Friedensprozess in Gang kommt. Nur so können Gewalt und Terrorismus endlich ein Ende gesetzt und die verfassungsmäßigen Rechte aller Menschen in Afghanistan geschützt werden. Dass dies gelingt, ist auch unser dringender Wunsch zum Ende des Ramadans.

Hintergrund:

Der afghanische Staatspräsident Ghani hat für den 12.06. eine mehrtägige Waffenruhe angekündigt und die afghanischen Sicherheitskräfte aufgefordert, alle offensiven Operationen gegen die Taliban einzustellen. „Daesh“, al-Qaida und andere internationale Terrornetzwerke bleiben von der Waffenruhe ausgenommen.

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